Innere Unruhe

Was tun gegen Nervosität und Anspannung im Alltag?

Kennst Du das auch? Das Gefühl, einfach nicht zur Ruhe zu kommen, begleitet von einem kreisenden Gedankenkarussell und anhaltender Anspannung. Vermutlich hast Du es in diesem Fall mit innerer Unruhe zu tun. Sie kann Dich nur für ein paar Stunden begleiten und nach abgefallener Anspannung wieder verschwinden. Ausgelöst durch lange Stressphasen oder sogar bestimmte Erkrankungen, kann sie sich allerdings auch länger einstellen. Alles, was Du über innere Unruhe wissen musst, haben wir Dir hier zusammengefasst.

  • Katharina
  • 3 min

Was ist innere Unruhe?

Mit innerer Unruhe haben vermutlich die meisten unter uns schon zu kämpfen gehabt. Dabei fällt es Betroffenen besonders schwer, abzuschalten. Grund dafür ist ein Ungleichgewicht von Entspannung und Anspannung, das bei jedem Menschen andere Ursachen haben und individuelle Symptome hervorrufen kann.

Die Ursachen: Wie kommt es zu Unruhezuständen?

Die Auslöser von innerer Unruhe sind breit gefächert. So können schon ein Jobwechsel, ein wichtiger privater oder beruflicher Termin oder eine Änderung der Lebenssituation Ursachen für unruhige Phasen sein. Aber auch Erkrankungen oder ein ungesunder Lebensstil können innere Unruhe auslösen. Innere Unruhe kann folgende Ursachen haben:

  • Stress im Beruf oder im Privatleben: Kurzweilige innere Unruhe kann durch Zeitstress verursacht werden. Langzeitstress entsteht zum Beispiel durch Trauer oder Konflikte.

  • Hoher Kaffee-, Nikotin- oder Alkoholkonsum: All diese Stoffe wirken beunruhigend auf den Körper und können zum Beispiel Zittern nach sich ziehen. Das gilt auch für Entzugsphasen.

  • Medikamente: Bestimmte Medikamente, wie beispielsweise Antidepressiva, Grippe- oder Asthmamittel, können ein Unruhegefühl mit sich bringen.

  • Hormonveränderung während der Wechseljahre: Neben Hitzewallungen und Durchschlafstörungen zählt auch innere Unruhe zu den Begleiterscheinungen der Wechseljahre.

  • Physische Erkrankungen: Schilddrüsenüberfunktion, Unterzuckerung bei Diabetes, Hypotonie sowie die Vorbotenphase von Migräne können innere Unruhe nach sich ziehen.

  • Psychische Erkrankungen: Innere Unruhe kann als Symptom von Schizophrenie, Depressionen und Persönlichkeitsstörungen auftreten.

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Die Symptome: Wie fühlt sich innere Unruhe an?

Innere Unruhe kann mehrere Symptome haben, die nicht zwingend gebündelt auftreten. Auch von Mensch zu Mensch unterscheiden sich die Symptome, die sowohl psychischer als auch physischer Natur sein können.

Diese psychischen Anzeichen weisen auf innere Unruhe hin:

  • Nervosität und Anspannung

  • Konzentrationsstörungen

  • Schlafstörungen

  • Gereiztheit

  • Intensives Grübeln

  • Auffällige Verhaltensweisen, beispielsweise nervöses Händefalten, Fußwackeln, Nägelkauen, Auf- und Abgehen, vermehrtes Zwinkern und emotionale Ausbrüche

Diese physischen Symptome kann innere Unruhe haben:

  • Kribbeln im Körper

  • Steigender Puls

  • Zittrige Hände

  • Schweißausbrüche

  • Schwindel

  • Benommenheit

  • Übelkeit

  • Hitzewallungen und Kälteschauer

  • Atembeschwerden und Beklemmungsgefühl

Hält Deine innere Unruhe über einen längeren Zeitraum an und bemerkst Du bei Dir noch weitere Symptome, solltest Du einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen.

Innere Unruhe bekämpfen: Was tun gegen Nervosität?

Die innere Unruhe loswerden – das ist das Geheimnis, um wieder entspannen und durchatmen zu können. Wichtig ist, dass der Auslöser für Deine innere Unruhe geklärt wird, bevor Du es mit Medikamenten versuchst. Ärztlichen Rat einzuholen, sollte deshalb Dein erster Schritt sein. Danach kannst Du auch Hausmitteln oder Schüssler-Salzen eine Chance geben.

Hausmittel

Als erfolgreiches Hausmittel gegen innere Unruhe hat sich Tee aus Baldrian, Passionsblume, Hopfen oder Melisse bewährt. Diese Pflanzen wirken beruhigend und helfen vor allem gegen akute Nervosität. Außerdem kannst Du Deinen Rücken oder Deine Füße mit beruhigenden Ölen aus Lavendel oder Thymian einreiben oder ein Vollbad mit einem Lavendel-Badezusatz nehmen.

Schüssler-Salze

Auch pflanzliche Mittel können gegen Angst und innere Unruhe helfen. So findest Du beispielsweise unter den Schüssler-Salzen ein Mittel gegen innere Unruhe. Dem Schüssler-Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum wird nachgesagt, dass es eine stabilisierende Wirkung auf Nerven und Psyche hat – vor allem bei Stress, Angst und Unruhe. Für Betroffene, die nicht zur Ruhe kommen und außerdem unter Konzentrations- und Schlafstörungen leiden, kann dieses Mittel hilfreich sein. Du solltest es allerdings nur nach Absprache mit Deinem Hausarzt/Deiner Hausärztin einnehmen.

Fragen oder Anmerkungen?

6 Tipps gegen innere Unruhe

Damit Du in Momenten innerer Unruhe wieder zu Dir selbst findest und Phasen der Nervosität langfristig vorbeugen kannst, haben wir Dir sechs Tipps zusammengestellt. Sie lassen sich einfach in Deinen Alltag einbauen und sollen Dir dabei helfen, auch in stressigen Zeiten die Ruhe zu bewahren.

Entspannungsübungen unterstützen Dich dabei, Anspannungen körperlicher und auch psychischer Natur abzubauen. Beliebte aktive Entspannungsübungen sind zum Beispiel Progressive Muskelentspannung, Yoga oder Meditation. Passiv kannst Du Dich unter anderem durch Baden, Lesen oder Musik hören entspannen. Du entscheidest selbst, was Dich entspannt und Dir guttut. Nimmst Du Dir regelmäßig Zeit für aktive, aber auch für passive Entspannungstechniken, kannst Du innerer Unruhe womöglich sogar nachhaltig vorbeugen.

Regelmäßige körperliche Betätigung hat eine ausgleichende Wirkung auf Körper und Seele. Wie wäre es mit neuen sportlichen Routinen, an denen Du Dich im Alltag festhalten kannst? Angefangen bei langen Spaziergängen, über Joggen bis hin zu Schwimmen ist alles erlaubt. Um körperliche Anspannungen im Körper zu lösen, eignet sich auch Beckenbodentraining – das wiederum auch zur Stärkung der Blasenmuskulatur beiträgt.

Wenn Du Dich regelmäßig in Selbstreflexion übst, kannst Du die Ursachen für Deine innere Unruhe besser einschätzen. Du nimmst Überforderungsanzeichen schneller wahr und kannst ihnen somit gezielter entgegenwirken. Frag Dich zum Beispiel, welche Stressfaktoren es in Deinem Leben gibt, ob Du in letzter Zeit viel Koffein zu Dir genommen hast und was Dir gegen die Nervosität hilft – für den Moment und auf lange Sicht.

Mit einer zuckerreduzierten und ausgewogenen Ernährung sowie einem maßvollen Genuss koffeinhaltiger Getränke tust Du Dir gleich doppelt Gutes: Nicht nur die innere Unruhe wird aus Deinem Körper weichen, auch für Deine Blasengesundheit hat dieser Lebensstil große Vorteile, denn Du verzichtest automatisch auf Lebensmittel und Getränke, die Deine Blase reizen.

Da Stress im Alltag ein häufiger Auslöser für innere Unruhe ist, lohnt es sich, täglich Checklisten mit allen wichtigen und noch so unwichtigen Aufgaben zu erstellen. Achte darauf, dass Du die wichtigen Aufgaben ganz klar von den unwichtigen Aufgaben trennst. So behältst Du stets den Überblick. Unser Tipp: Erledigst Du die schwierigen, großen Aufgaben zuerst, fällt die Unruhe womöglich schneller von Dir ab als gedacht. Traue Dich auch, bei Deinem Partner/Deiner Partnerin oder Freunden um Hilfe zu bitten, wenn Aufgaben unüberwindbar scheinen. Du wirst sehen: Gemeinsam fällt alles viel leichter!

Die Bedeutung eines erholsamen Schlafes für die Gesundheit solltest Du nicht unterschätzen. Daher empfehlen wir Dir, Deinen Schlaf in Phasen innerer Unruhe zu priorisieren. Feste Schlafenszeiten und Routinen können Dir helfen, schneller in den Schlaf zu finden und Wachphasen zu reduzieren. Wie wäre es, wenn das Schlafzimmer ab sofort zur handyfreien Zone wird, um einen äußeren Stressfaktor zu beseitigen? Stattdessen kannst Du mit einem guten Buch oder einem Meditationshörbuch in den Schlaf finden.

Welche gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen hat Anspannung?

Wenn Deine Tage von innerer Unruhe überschattet werden, kann das mitunter auch Folgen für Deine Gesundheit und Deine zwischenmenschlichen Beziehungen haben.

Aus medizinischer Sicht betrachtet kann die Anspannung zu starken Schlafstörungen und daher zu Übermüdung führen. Bleibt die Erholung aus, schwächt das auf lange Sicht auch Deinen Organismus, und Dein Immunsystem kann Viren und Bakterien nicht mehr ausreichend abwehren. Häufige Infektionen und Krankheitsphasen sind das Ergebnis.

Auswirkungen auf Dein Sozialleben hängen vor allem mit der sinkenden Aufmerksamkeitsspanne und dem niedrigen Konzentrationsvermögen zusammen. Sie sorgen dafür, dass Deine Arbeitseffizienz nachlässt und dass Du selbst im Freundeskreis durch Gereiztheit auffällst. Konflikte im privaten und beruflichen Kontext sind bei Betroffenen von innerer Unruhe daher keine Seltenheit.

Endlich wieder durchatmen und zur Ruhe kommen – das ist alles, was Du Dir in Phasen von innerer Unruhe wünschst? Am wichtigsten ist es, dass Du Deine Unruhe von einem Arzt/einer Ärztin abklären lässt, wenn Du die Ursachen nicht kennst. Ist Dir der Auslöser für Deine Anspannung bekannt, dann kannst Du bewusste Entspannungsphasen in Deinen Alltag einbauen. Wir hoffen, dass Dir unsere Tipps helfen und wünschen Dir, dass Du Dich schon bald wieder besser fühlst.

Häufig gestellte Fragen

Innere Unruhe beschreibt einen Zustand, der sich häufig in Zeiten von Stress, Lebensveränderung oder vor wichtigen Ereignissen einstellt. Betroffene haben das Gefühl, nicht abschalten zu können und verspüren eine starke Nervosität und Anspannung. Ausgelöst wird die Unruhe, weil das Verhältnis von Entspannung und Anspannung gestört ist.

Kurzweilige innere Unruhe kann beispielsweise durch einen zu hohen Koffein- oder Nikotinkonsum, Medikamenteneinnahme oder Stress im Arbeits- oder Privatleben auftreten. Hält die innere Unruhe über einen längeren Zeitraum an, können auch gewisse Erkrankungen, zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion, Unterzuckerung bei Diabetes oder Depressionen, die Ursache sein.

Um innere Unruhe loszuwerden, eignen sich sowohl Hausmittel wie beruhigende Tees oder Vollbäder als auch Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen im Alltag. Empfohlen werden ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung ebenso wie geregelte Schlafgewohnheiten. Helfen diese Maßnahmen nicht und die innere Unruhe besteht weiterhin, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

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